
Mercedes EQB
Der Mercedes EQB Es ergibt mehr Sinn, wenn man es nicht nur als Zahl in einer Reichweitentabelle betrachtet. Es ist nicht das aerodynamischste Elektroauto auf dem Markt und will auch nicht das wendigste SUV sein. Seine Stärken liegen in seiner Ruhe und Praktikabilität: Platzangebot, flexible Sitzmöglichkeiten, eine erhöhte Sitzposition, der gewohnte Mercedes-Benz Innenraum und ein Elektroantrieb, der sich gut in den Familienalltag einfügt.
Für viele Käufer wird der EQB im Alltag beurteilt werden. Eine Schultasche, die in den Kofferraum geworfen wird. Ein Kind, das in die dritte Sitzreihe klettert. Eine späte Ladung am Abend vor einer Wochenendtour. Eine Rückfahrkamera, die beim Einparken in einer engen Supermarktparklücke hilft. Diese Details zählen hier mehr als Höchstgeschwindigkeit oder hochtrabende Werbeversprechen.
Der Mercedes-Benz EQB nimmt unter den Elektroautos eine eher ungewöhnliche Position ein. In der richtigen Konfiguration bietet er sieben Sitze und behält dabei eine kompakte Länge von rund 4.687 mm. Damit ist er kein vollwertiger Familienvan und sollte auch nicht als solcher vermarktet werden. Die dritte Sitzreihe ist zwar nützlich, eignet sich aber hauptsächlich für Kinder, kleinere Passagiere oder kurze Fahrten. Für Familien, die nur gelegentlich zusätzliche Sitzplätze benötigen, kann diese Flexibilität jedoch der entscheidende Vorteil des Fahrzeugs sein.
Hinter all dem steckt auch die Frage des Ladens. Der EQB ist am praktischsten, wenn er die meiste Zeit zu Hause geladen wird, rechtzeitig vor einem Notfall voll aufgeladen ist und man die verbleibende Reichweite realistisch einschätzt. Wer ihn wie einen Benziner behandelt, also mit fast leerem Akku fährt und dann auf eine Vollladung wartet, verfehlt den Sinn des EQB. Dieses Auto ist für den Alltag gemacht.
Mercedes-Benz EQB-Reihe und Elektroautos im Familieneinsatz
Die Reichweite des Mercedes EQB variiert je nach Version, Ausstattung, Felgen, Witterungsbedingungen und Fahrstil. Der EQB 250+ ist die reichweitenstärkste Version in der aktuellen britischen Ausführung mit einer 70,5-kWh-Batterie und Frontantrieb. Die offizielle WLTP-Reichweite beträgt bis zu ca. 516 km. Der EQB 300 4MATIC und der EQB 350 4MATIC verfügen über Allradantrieb und eine 66,5-kWh-Batterie; ihre offizielle WLTP-Reichweite liegt bei ca. 400–410 km.
Das sieht auf dem Papier einfach aus. In der Praxis ist es weniger elegant.
Kaltes Wetter verringert die Reichweite. Dasselbe gilt für Autobahngeschwindigkeit, Dachboxen, schweres Gepäck, Mitfahrer, Winterreifen und häufiges Heizen. Die aufrechte Karosserieform des EQB sorgt zwar für mehr Platz im Innenraum und Kopffreiheit, bedeutet aber auch, dass das Fahrzeug bei höheren Geschwindigkeiten mehr leisten muss als ein niedrigeres, aerodynamischeres Elektroauto. Für alle, denen Platz wichtig ist, ist das ein akzeptabler Kompromiss. Käufer sollten sich dessen jedoch bewusst sein, bevor sie jede Woche den maximalen WLTP-Wert erwarten.
Mercedes-Benz EQA-Figur
Bis zu ca. 321 Meilen / 517 km für EQB 250+
70,5 kWh EQB 250+; 66,5 kWh EQB 300 4MATIC / EQB 350 4MATIC
Ca. 158–191 Wh/km, je nach Version
Vorderradantrieb oder 4MATIC Allradantrieb
Sieben Sitze verfügbar/aufgeführt in britischer Ausführung
495 Liter bei umgeklappter dritter Sitzreihe; bis zu 1.710 Liter bei umgeklappter zweiter Sitzreihe.
Etwa 2.105–2.165 kg, je nach Version
11 kW Wechselstrom
100 kW Gleichstrom
Etwa 32 Minuten von 10–80 %
Etwa 6 Stunden 45 Minuten bis 7 Stunden 15 Minuten von 10 bis 100 %
Ca. 4.687 mm lang, 1.834 mm breit
Im Alltag ist der EQB weniger anspruchsvoll als die Tabelle vermuten lässt. Ein normaler Wochentag besteht beispielsweise nur aus Fahrten zur Schule, Pendeln, einem Einkauf im Supermarkt und einer Abendaktivität. Dadurch wird nur ein geringer Teil der Batterie beansprucht. Wenn das Auto alle paar Tage aufgeladen wird, spielt die Reichweitenangst kaum eine Rolle.
Der EQB 250+ ist die Version für Fahrer, die eine größere Reichweite und höhere Effizienz wünschen. Der EQB 300 4MATIC ist die bessere Wahl für alle, die Allradantrieb bevorzugen, insbesondere bei Nässe, auf Landstraßen oder mit schwerer Beladung. Er bietet mehr Traktion, geht aber mit einem geringeren Verbrauch einher.
Laden des vollelektrischen EQB zu Hause mit Mercedes-Benz EQB Ladegeräten
Das Laden zu Hause ist der Punkt, an dem sich das vollelektrische EQB besonders komfortabel anfühlt. Öffentliche Ladestationen haben zwar ihre Berechtigung, vor allem auf längeren Fahrten, sollten aber nicht die Hauptlast des wöchentlichen Gebrauchs bilden. Für ein Familienauto bedeutet Komfort in der Regel, morgens vor die Tür zu gehen und festzustellen, dass der Akku bereits ausreichend geladen ist.
Darum Mercedes-Benz EQB-Ladegeräte Die Wahl des Ladegeräts sollte sorgfältig erfolgen. Der EQB nutzt in Großbritannien und Europa Typ 2 für Wechselstromladung und CCS für Schnellladung mit Gleichstrom. Für den Gebrauch zu Hause ist die maximale Ladeleistung des Fahrzeugs (Wechselstrom) entscheidend. Der EQB ist mit 11 kW Ladeleistung (Wechselstrom) angegeben, daher liefert ein 22-kW-Ladegerät nicht automatisch 22 kW, es sei denn, das Fahrzeug unterstützt diese Ladeleistung.
Eine Haushaltssteckdose kann im Notfall hilfreich sein, ist aber keine zuverlässige Langzeitlösung für das Laden eines Elektrofahrzeugs. Sie ist langsam, weniger komfortabel und stärker vom Zustand der Elektroinstallation abhängig. Eine geeignete Wallbox oder ein passend dimensioniertes tragbares Ladegerät sorgen für einen reibungsloseren Ablauf: sichereres Laden, bessere Kabelführung, besser planbare Ladezeiten und weniger spontane Ladestopps an öffentlichen Ladestationen.
Mit einem geeigneten Drehstromanschluss ist eine 11-kW-Ladeanlage bereits ausreichend. Eine vollständige Ladung von 10 auf 100 % in rund sieben Stunden bedeutet, dass sich der EQB über Nacht erholen kann, selbst nach einem anstrengenden Tag. Die meisten Familien benötigen keine vollständige Ladung jeden Abend. Sie brauchen lediglich ein fahrbereites Auto, ohne dass das Laden zu einer zusätzlichen Aufgabe wird.
EQB 300 4MATIC, Elektroantrieb und Alltagstauglichkeit
Der EQB 300 4MATIC ist die Version für Fahrer, die sich mehr Grip und ein stabileres Fahrgefühl wünschen. Er verfügt über einen Zweimotoren-Elektroantrieb und Allradantrieb mit einer Leistung von rund 228 PS. Auf dem Papier klingt das nicht übertrieben. Auf der Straße ist es völlig ausreichend.
Der Wagen fährt, wie man es von Elektroautos kennt, sauber an, und das Ansprechverhalten im Stadtverkehr ist angenehm. Die Lenkung ist leichtgängig genug für Einparken, enge Straßen und das Bringen der Kinder zur Schule. Auf der Autobahn fährt sich der EQB ruhiger und gleichmäßiger. Er will kein sportliches SUV sein. Die Karosserie neigt sich etwas in Kurven, was teilweise an der höheren Bodenfreiheit liegt, bleibt aber kontrolliert und berechenbar.
Die regenerative Bremsung ist im Stadtverkehr hilfreich, insbesondere bei sanfter Fahrweise. Sie gewinnt beim Bremsen Energie zurück und reduziert den Bremsenverschleiß, kann aber die Auswirkungen starker Beschleunigung oder hoher Geschwindigkeit nicht vollständig ausgleichen. Optimale Effizienz wird weiterhin durch vorausschauendes Fahren, gleichmäßige Geschwindigkeit und eine vernünftige Klimatisierung erreicht.
Der EQB 250+ ist nach wie vor die bessere Wahl für Käufer, die Wert auf große Reichweite legen. Der EQB 300 4MATIC bietet all jenen zusätzlichen Komfort durch Allradantrieb. Die Entscheidung sollte sich nach dem Verwendungszweck und nicht nach dem Status richten.
Rückfahrkamera, Parkpaket und Ambientebeleuchtung im neuen EQB
Der Innenraum des neuen EQB wirkt eher vertraut als revolutionär. Das mag durchaus positiv sein. Nicht jede Familie wünscht sich ein auf einen einzigen Bildschirm reduziertes Armaturenbrett. Das MBUX Multimediasystem kombiniert einen zentralen Bildschirm mit einem digitalen Instrumentencluster, während die Lenkradbedienelemente und die Sprachsteuerung die meisten Funktionen bequem erreichbar machen.
Die Smartphone-Integration erfolgt über Apple CarPlay und Android Auto, und je nach Ausstattungsvariante ist auch kabelloses Laden möglich. Die Ambientebeleuchtung sorgt nachts für eine wärmere Atmosphäre im Innenraum, während die Versionen AMG Line und AMG Line Premium Sportsitze, zusätzliche optische Details und weitere Ausstattungsmerkmale bieten.
Die nützlichsten Funktionen sind oft die unscheinbareren. Eine Rückfahrkamera ist hilfreich, wenn der Kofferraum voll ist oder die Sicht nach hinten durch Gepäck und Passagiere eingeschränkt ist. Das Einparkpaket erleichtert das Einparken in engen Parklücken. Spiegelpaket, Spurhalteassistent, aktiver Bremsassistent und Geschwindigkeitslimit-Assistent unterstützen den Alltag, in dem kleine Fehler leicht passieren können.
Die Ausstattung variiert je nach Ausstattungsvariante. Das Komfortpaket mit schlüssellosem Zugang, das erweiterte Soundsystem, kabelloses Laden und bestimmte vernetzte Dienste sind möglicherweise nicht in jeder Version serienmäßig enthalten. Einige digitale Dienste können nach einer anfänglichen Laufzeit zudem an Abonnementbedingungen gebunden sein. Käufer, die Preise vergleichen, sollten daher die tatsächliche Ausstattungsliste prüfen und sich nicht allein auf die Bezeichnung der Ausstattungsvariante verlassen.
Kofferraum, sieben Sitze und Realität
Der Innenraum des EQB ist für viele Käufer der Hauptgrund, ihn überhaupt in Betracht zu ziehen. Die zweite Sitzreihe ist verschiebbar, sodass Besitzer zwischen mehr Kofferraum und etwas mehr Beinfreiheit für die Passagiere im Fond wählen können. Das ist gerade bei einem Familienauto wichtig, denn die Sitzanordnung, die am Montagmorgen benötigt wird, ist nicht immer die, die am Samstagnachmittag gewünscht wird.
Die dritte Sitzreihe ist zwar praktisch, aber in ihrer Größe begrenzt. Sie eignet sich am besten für Kinder, kleinere Passagiere oder kurze Fahrten. Erwachsene finden es dort eng, insbesondere auf längeren Strecken. Der Einstieg ist nicht so komfortabel wie in einem größeren Van, und wenn die dritte Sitzreihe hochgeklappt ist, bleibt kaum noch Kofferraum übrig.
Klappt man die Sitze um, wird der EQB deutlich alltagstauglicher. Das Kofferraumvolumen steigt auf rund 495 Liter – genug für Einkäufe, Sportausrüstung, Schultaschen oder einen zusammengeklappten Kinderwagen. Klappt man auch die zweite Sitzreihe um, erweitert sich der Stauraum auf rund 1.710 Liter. Damit eignet sich das Auto hervorragend für sperrige Ladungen.
Hier kommt das EQB-Konzept von Mercedes ins Spiel. Es geht nicht darum, dass jeder Sitz gleich viel Platz bietet, sondern um Flexibilität. Fünf Sitze für die meisten Wochen, sieben bei Bedarf. Mehr Stauraum durch Umklappen der dritten Sitzreihe. Für viele Haushalte ist das wertvoller als eine etwas größere Reichweite in einem weniger anpassungsfähigen Auto.
Ist der EQB ein gutes Auto für den Langzeitgebrauch?
Der EQB ist ein gutes Auto für den richtigen Käufer, aber nicht für jeden. Wer den niedrigsten Kaufpreis, die größte Autobahnreichweite oder die schnellste Ladekurve sucht, findet möglicherweise bessere Alternativen. Wer hingegen einen kompakten elektrischen Familien-SUV mit Mercedes-Interieur, sieben Sitzen und einem ruhigen Fahrverhalten wünscht, wird den EQB schneller zu schätzen wissen.
Es ist auch keine günstige Option. Die Preise beginnen höher als bei vielen anderen Elektroautos dieser Größenklasse, und höhere Ausstattungsvarianten können die Kosten noch weiter in die Höhe treiben. Die AMG Line Premium bietet zwar attraktive Ausstattungsmerkmale, verändert aber auch die Wertberechnung. Um den EQB sinnvoll zu vergleichen, sollte man Ladeinfrastruktur, Energiekosten, Versicherung, Ausstattung und den praktischen Nutzen der zusätzlichen Sitze berücksichtigen.
Sicherheit spielt eine wichtige Rolle. Der EQB wurde mit fünf Sternen im Euro NCAP-Crashtest ausgezeichnet und bietet einen hervorragenden Schutz für Erwachsene und Kinder. Funktionen wie der aktive Bremsassistent, der Spurhalteassistent und der Geschwindigkeitsbegrenzungsassistent sorgen für zusätzliche Sicherheit, sollten aber dennoch als Unterstützungssysteme und nicht als Ersatz für die Aufmerksamkeit des Fahrers verstanden werden.
Auf längeren Fahrten bietet der EQB mehr Komfort als Fahrspaß. Die Fahrgeräusche sind für ein Auto dieser Form gut gedämmt. Die höhere Sitzposition verbessert die Sicht. Das Fahrwerk ist eher auf Komfort als auf sportliches Fahrverhalten ausgelegt. Das entspricht dem Einsatzzweck des Fahrzeugs.
Öffentliche Ladedienste, Ladestationen und Roadtrip-Planung
Für längere Fahrten helfen Mercedes me Charge und der öffentliche Ladedienst Fahrern, Ladestationen per App, RFID-Karte oder Fahrzeugsystem zu finden und zu nutzen – je nach Markt und Abonnement. Die Navigation mit Electric Intelligence kann Ladestopps in die Routenplanung einbeziehen und nutzt dabei Batteriestatus und Routendaten, um die Fahrt einfacher zu gestalten.
Der EQB kann mit bis zu 100 kW schnellgeladen werden. Unter optimalen Bedingungen dauert eine Ladung von 10 auf 80 % etwa 32 Minuten. Dieser Ladebereich von 10 bis 80 % ist für die meisten Fahrer unterwegs relevant. Bei einem Ladevorgang über 80 % hinaus verlangsamt sich dieser oft, sodass es unter Umständen schneller ist, weiterzufahren und später erneut zu laden.
Das Laden an öffentlichen Wechselstromstationen funktioniert anders. Es ist zwar langsamer, aber sinnvoll, wenn das Auto ohnehin länger geparkt ist. Hotels, Arbeitsplätze, Einkaufszentren und Destination Charger ermöglichen es, die Reichweite spürbar zu erhöhen, ohne den Tagesablauf zu unterbrechen.
Ein guter Ladeplan besteht selten nur aus der schnellsten Ladestation. Familien brauchen Toiletten, Verpflegung, sichere Halteplätze und etwas Pufferzeit. Eine etwas langsamere Ladestation am richtigen Ort kann nützlicher sein als eine schnellere, die nur Stress verursacht.
Tragbares Ladegerät für Elektrofahrzeuge Typ 2 11 kW 3-phasig WLAN + App
Eine sehr gute Wahl für den EQB, da das Fahrzeug über 11 kW Wechselstrom-Ladeleistung verfügt. Geeignet für dreiphasiges Laden zu Hause/in der Garage und für Zweitwohnungen.
Ladekabel Typ 2 auf Typ 2 5 m/7 m/10 m
Obligatorisches Kabel für öffentliche Ladestationen, Hotels, Einkaufszentren, Parkplätze von Unternehmen und Wallbox-Stationen ohne eigenes Kabel. Kompatibel mit Elektrofahrzeugen mit Typ-2-Anschluss.
Intelligente 22-kW-Wanddose mit Bluetooth und WLAN
Geeignet für die Installation zu Hause oder im Büro. Die EQB lädt entsprechend ihrer eigenen AC-Ladegrenze, aber die 22-kW-Wallbox ist eine gute Investition für die Zukunft, beispielsweise für Haushalte mit mehreren Elektrofahrzeugen oder zukünftige Fahrzeuge mit höherer AC-Ladeleistung.
Spiralladekabel Typ 2 auf Typ 2 5m
Eine praktische Option, wenn man eine einfachere Aufbewahrung und weniger Abwickeln des Kabels beim häufigen Laden an öffentlichen Steckdosen wünscht.

